Musik
Du bist mehr
Kein Song heilt das

Du bist mehr

EmotionalTraurigHoffnungHip-HopBalladeDeutsch
Die Story

Ein Song an jemanden, der Gewalt überlebt hat: Du bist nicht das, was er aus dir gemacht hat. Liebe tut nicht weh, sie schützt.

Songtext
Strophe 1

Manchmal vermisst man sogar das, was einen zerstört,

Weil man gelernt hat, dass Schmerzen und Nähe zusammengehört

Ich weiß, du hast dich selbst dafür gehasst, dass du ihn nicht hasst

Denn er war dein Trauma, und trotzdem dein Leben

Er hat dich kaputt gemacht und dann gesagt, du warst schon so

Hat dich an dir zweifeln lassen, war das echt? Oder nur Show?

Und irgendwann hast du's geglaubt, ihn entschuldigt mit Schmerz

Du lagst dann stumm da, während er dein Herz zerschmetterte

Erst war es einmal im Monat, dann einmal in der Woche, dann jeden Tag

Du warst ein Spiegel, und er hat sich nur in dir gesehen

Bis du dich selbst nicht mehr erkannt hast in den Splittern auf deinem Weg

Er sagte: "Du bist Schuld", und du hast leise genickt

Bis dein Innerstes sich an einem dunklen Ort verkroch und das Leben langsam verstrich

Doch weißt du...

Refrain

Du bist nicht das, was er aus dir gemacht hat

Nicht der Scherbenhaufen, den er hinterlassen hat

Du bist mehr als dein Trauma, du bist mehr als die Nacht

Mehr als das Zittern, wenn ein Herz wieder lacht

Du darfst schreien, weinen, atmen, du darfst heilen

Du darfst vergessen, ohne dich zu teilen

Denn Liebe tut nicht weh, sie schützt

Und ich bleib hier, bis du fühlst: Du bist genug

Bridge

Sag nicht "Ich übertreib", du hast zu lang geschwiegen

Sag nicht "Er war auch ein Opfer", du darfst ihn besiegen

Sag nicht "Ich hätt früher gehen sollen", nein,

Du bist gegangen. Und das reicht.

Strophe 2

Wenn die Erinnerungen, die wie Geister über dir steh'n

Dir zuflüstern: "Vertrau niemanden mehr, sie werden dich wieder verdreh'n"

Wenn du nachts frierst, nicht wegen Kälte, sondern aus Angst

Will ich nur für dich da sein, dir zeigen, dass sich Nähe auch wie Wärme anfühlen kann

Ich komme nicht mit Ketten, sondern mit Geduld

Ich frag nicht nach dem Warum, ich seh nur, was du fühlst

Ich red nichts schön, ich red nichts klein, was war, war Gewalt

Doch ich red dir auch nicht ab, dass du ihn manchmal vermisst, das ist halt

Teil der Wunde. Nicht der Schuld. Und schon gar nicht von dir.

Ich setz mich einfach zu dir, bis du sagst: "Ich darf sein"

Denn du bist kein Projekt. Kein "Wird schon wieder irgendwann"

Du bist kein Kapitel, du bist das Buch, das neu begann

Mit jeder Seite, die du schreibst, in deiner Handschrift

Nicht in seiner. Und nicht mehr aus Pflicht.

Refrain 2

Du bist nicht das, was er dir genommen hat

Du bist das Licht, das selbst im Dunkeln Schatten schafft

Du bist mehr als dein Trauma, mehr als dein Schmerz

Mehr als das Pochen in deinem verwundeten Herz

Du darfst träumen, hoffen, lieben, du darfst bleiben

Du darfst vertrauen, ohne dich zu verleugnen

Denn Liebe tut nicht weh, sie heilt

Und ich bleib hier, bis du fühlst: Du bist frei

Outro

Und wenn du's nicht glaubst, ich sag's dir so oft, wie du's brauchst

Bis deine Stimme lauter wird als das Nachhallen der Gewalt von ihm

Bis du nicht mehr zögerst, wenn du "ich" sagst

Sondern leise lächelst, und beginnst, dich wirklich selbst zu lieben

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