
Zwei Menschen aus verschiedenen Welten, deren Schmerz die gleiche Sprache spricht. Über die Frage, ob genau die Gegensätze heilen könnten.
Du sagst, wir leben in verschiedenen Welten
Ich geb's zu, vielleicht stimmt das sogar
Du brauchst Struktur, Klarheit, Frieden, ich bin Chaos, Herz, Gefahr
Du willst Sicherheit, ich kämpf mit Schatten aus 'ner alten Zeit
Aber auch du weißt, wie sich Leere anfühlt, wenn keiner bleibt
Ich hab nie behauptet, perfekt zu sein, das wär gelogen
Aber ich hab dich nie belogen
Hab mich dir gezeigt, wie ich bin, roh, ungeschönt
Doch du liest meine Vergangenheit wie'n Urteil, nicht wie'n Mensch, der sich versöhnt
Sagst, du fühlst dich wohl in meinen Armen, aber das reicht nicht
Doch wenn du ehrlich bist, weißt du auch: So was wie das hier passiert nicht leicht, nicht
Wir sind verschieden, ja, das seh ich ein
Aber unser Schmerz spricht die gleiche Sprache, auch wenn wir schweigen
Du rennst, bevor du fällst, aus Angst, nicht aus Hass
Aber Liebe ist kein Puzzle, das sofort perfekt passt
Vielleicht war ich laut, wo du Stille brauchtest
Vielleicht war ich auch einfach zu still, wo ich laut hätte sein sollen
Doch zwischen deinen Zweifeln und meinen Narben
Gab's einen Moment, der mehr war,
Als nur Zufall oder Zeit
"Welcome to the throwaway society", hast du gesagt, das wär Blödsinn
Aber schau dich um, wie oft wird heute Liebe einfach gelöscht, nicht durchlebt, nicht gewürdigt?
Ich hab nicht erwartet, dass du bleibst aus Pflicht
Aber vielleicht, dass du mal kämpfst, nicht gleich das Licht ausknipst
Du sagst, Gefühle kann man nicht erzwingen, da stimm ich dir zu
Aber Nähe wächst nicht von selbst, man muss manchmal durch Stürme, bevor's wieder ruht
Und was, wenn du recht hast, wir zu verschieden sind?
Doch was, wenn genau das uns heilen kann? Zwei Seiten vom selben Krieg, zwei Wunden, die sich fanden, irgendwann
Was, wenn "nicht kompatibel" nur heißt: Wir passen nicht in das, was man Liebe nennt,
Aber vielleicht in was Echtes, das sich noch keiner traut zu benennen?
Wir sind verschieden, ja, aber das heißt nicht, wir sind falsch
Manchmal liegt in Gegensätzen das, was heilt, nicht das, was knallt
Ich wär nie dein Max, ich bin kein Geist aus deiner alten Zeit
Ich wollt nur bleiben, wenn du zitterst, und dich halten, wenn du weinst
Doch vielleicht war das zu viel, vielleicht war's zu früh
Vielleicht war ich zu echt, für dich, für die Wut, für das Gefühl
Doch auch wenn du gehst, du bleibst ein Teil von mir
Nicht als Frau, die mich verlässt
Sondern als Mensch, der mir gezeigt hat,
dass Schmerz auch Nähe ist, wenn man's zulässt
Wenn du das hier hörst, weißt du vielleicht schon, dass ich's versteh
Du musst nicht bleiben, nur weil ich's mir wünsch
Aber denk nicht, dass wir nichts hatten, nur weil's nicht in dein Idealbild passt
Manchmal sind zwei Welten genau das, was eine neue erschafft
Und wenn du irgendwann zurückblickst,
Hoff ich, du erinnerst dich nicht an unser Ende
Sondern daran, wie's sich angefühlt hat,
als du zum ersten Mal bei mir sicher warst
