Musik
Single · 2026

Resignation

TraurigEmotionalHip-HopDeutsch
Die Story

Ein schonungsloser Innenblick auf Erschöpfung: jahrelang mit fieberhaftem Fleiß und trotzdem am Ziel vorbei. Über den Zweifel am Versprechen „Leistung lohnt sich“. (Arbeitstitel, Datei war unbenannt.)

Songtext
Part I

Wieder Leere im Kopf

Nichts, bis auf die Frage, was wohl wäre, wenn

Doch kurz bevor ich sie stell'n kann, verwerf' ich sie schon

Wie den Vers auf dem Block

Immer wenn ich davon schreiben will, dann ist es nicht dasselbe

Vielleicht lern' ich das noch

Spielt doch eig'ntlich keine Rolle mehr, dass ich so beherzt darauf hoff'

Dass ich bloß mit 'nem sehr schwachen Song aus dem Kerker entkomm'

Aber selbst wenn: Was wär dann gewonn'n?

Doch ich sollte nicht von Kerker sprechen

Die Metapher hatt' ich damals schon bei Versfragmente

Und die muss man ja nicht unbedingt noch mehr verwenden

Schließlich kann sie ohnehin dabei den Kern nicht treffen

Ist ja nicht so, als würde mich grad' irgendwas extern begrenzen

Ich hab' eh schon kapiert: Das Problem liegt in mir

Ich muss einfach nur mal wieder richtig lern'n zu kämpfen

Und dagegen agier'n bis die Trägheit verliert

Das ist immer schon 'ne Schwierigkeit dabei, wenn man seit Jahren schon mit fieberhaftem Fleiß und Energie bei allem bleibt

Aber trotzdem seine anvisierten Ziele nicht erreicht

Dass ich deshalb momentan etwas frustriert bin, ist doch leicht nachzuvollzieh'n, oder?

Klar, ist so wie, kenn'n wir alles

So 'ne wirklich schlechte Phase ist mies

Aber sicher kein Grund, um hier Drama zu spiel'n

Dieses Leben läuft schon immer nach dem Karmaprinzip

Wer sagt mir, was das heißt?

Etwa, dass ich einfach warten muss, dann wird mir einfach alles das, was ich verdient hab' zuteil

Ich muss eigentlich noch nicht einmal aktiv dafür sein

Also schließ' ich mich ein, es passiert von allein

Es befriedigt mich kein Stück, wirklich nicht: Nein!

Wer das Phase nennt, hat nicht mal kapiert was ich mein'

Denn ich grab' mich immer tiefer hinein

Und riskier', dass ich bald im Prinzip nicht mehr weiß, was Zufriedenheit heißt

Hook

Sie sagen immer: "Leistung verspricht auch Erfolg"

Hm, davon bin ich nicht überzeugt

Für mich klingt das verträumt

Denn immer, wenn ich blinded in Etappen zieh', mir in diesem Kampf erziel'

Kommt irgendwas, dass mir die ganze Kraft entzieht

Bis jede Handlungsfähigkeit unter der Last stagniert und ihre Macht verliert, doch

Sie sagen: "Leg dich ins Zeug und dann wirst du belohnt"

Hm, klingt eigentlich ja nicht mal so doof

Aber davon blieb ich bisher verschont

Jeder Schritt fühlt sich an, als beweg' ich mich schon seit 'ner Ewigkeit rückwärts und gegen den Strom

Ich bin's eh schon gewohnt, denn die Regel ist wohl:

Jeder Weg endet bloß in der Resignation

Part II

In dieser Kargheit da drinnen ist nicht einmal ein Grashalm zu finden

Alles ausgebranntes Land, nicht mal ein Baum hat hier Bestand

Das alles ausradiert und blass

Ich hab' kein'n Plan, wo das hin ist

Liegt sicherlich begraben unter Tonnen an Pech

Doch ich räum' das nicht weg

Denn jeder Riesenbrocken, den ich davon heute verschlepp'

Wird schon morgen sicherlich von einem neuen ersetzt

Doch wozu sich bemüh'n?

Es scheint zu nichts zu führ'n

Ich kann noch nicht einmal das Glück berühr'n

Denn das liegt hinter Tür'n

Die lange schon verschlossen vor mir liegen, doch ich hab' da leider keine Schlüssel für

Nett beschrieben, doch welche Pestizide, können das Pech besiegen, dass mich schon längst besiedelt?

Respektive, welche bekämpfen diese verdammte Perspektive, dass ich's zurecht verdiene?

Das Investieren von Kraft macht dich irgendwann schwach, wenn du nie durch Erfolg Energie dabei tankst

Und so liege ich wach

Meist bis tief in die Nacht

Und bedau're mich selbst, als bewirke das was

Alles ziemlicher Quatsch

Aber wozu bitte kämpfen?

Denn bis heute hat das schließliche Prinzip nichts gebracht

Alle Ziele verpasst

Dass ich eines Tages mal so resignieren würde, hätte ich wirklich niemals gedacht

Doch wenn mich Menschen ermahnen, an mich selbst zu glauben, mit etwas Selbstvertrauen auf diese Welt zu schauen

Dann kann ich eigentlich nur lachen, denn wer hält es aus, wenn ein'm der Weg, den man begeh'n will, durch 'nen Fels verbaut wird

'ne verstellte Aussicht ist der beste Ausblick, der tatsächlich auch nicht mehr so recht beschaulich's

Wenn alles hässlich grau wird, weil ein'm letztlich auch bis auf das Pech wohl kaum noch was so recht vertraut ist

Hook

Sie sagen immer: "Leistung verspricht auch Erfolg"

Hm, davon bin ich nicht überzeugt

Für mich klingt das verträumt

Denn immer, wenn ich blinded in Etappen zieh', mir in diesem Kampf erziel'

Kommt irgendwas, dass mir die ganze Kraft entzieht

Bis jede Handlungsfähigkeit unter der Last stagniert und ihre Macht verliert, doch

Sie sagen: "Leg dich ins Zeug und dann wirst du belohnt"

Hm, klingt eigentlich ja nicht mal so doof

Aber davon blieb ich bisher verschont

Jeder Schritt fühlt sich an, als beweg' ich mich schon seit 'ner Ewigkeit rückwärts und gegen den Strom

Ich bin's eh schon gewohnt, denn die Regel ist wohl:

Jeder Weg endet bloß in der Resignation

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