Musik
Single

Bis jede Handlungsfähigkeit stagniert

TraurigEmotionalHip-HopDeutsch
Die Story

Ein Ozean ohne Kompass: über Erschöpfung, den Zweifel am Leistungsversprechen und einen Schiffbrüchigen, der sich fragt, ob er je wieder Land erkennt.

Songtext
Part I

Ein Ozean in mir drin

Wellen ohne Richtung, sie reißen mich hin und her

Ich greif' nach dem Kompass, doch der zeigt mir nichts an

So als wär' er schon längst kaputt gegangen

Jeder Versuch, ihn zu lesen, zerfällt mir wie Sand in der Hand

Vielleicht find' ich noch Land

Aber selbst wenn: Was dann?

Bin ich frei oder bleib' ich gefangen im Bann?

Ich will keine alten Bilder mehr malen

All die Gleichnisse von Ketten und Mauern verblassen

Es ist nicht der Stahl, der mich hält, es ist die Unsicherheit selbst

Wie ein Nebel, der meine Gedanken dauernd umgibt

Ich hab's schon kapiert: Die Barriere steht vor mir

Vielleicht muss ich lernen, im Zweifel zu schwimmen

Nicht jeder Kurs führt ans Ziel, doch Bewegung ist wichtig

Doch was, wenn man paddelt und trotzdem nur stillsteht?

Jahre voller Anlauf, doch die Sprünge verpuffen

Frust, wie ein nie endender Drang, wenn man ihn nicht beachtet

"Alles Karma", sagt man mir mit einem Lächeln im Ton

Aber Karma klingt für mich wie ein Märchen aus Staub

Soll das heißen, ich muss warten, bis der Wind sich dreht?

Doch wer lebt schon vom Hoffen allein?

Ich hab' Hunger nach mehr, als nur nach bloßer Geduld

Doch das Meer bleibt ruhig, wenn ich nach Antworten such'

Hook

"Bring Leistung, dann wirst du am Ende belohnt"

Doch warum fühl' ich mich leer? Irgendwie bin ich davon nicht überzeugt.

Mir klingt das zu verträumt

Denn jedes Mal, wenn ich Schiffe bau', gehen sie unter, kaum dass sie losfahr'n

Und ich bleib' zurück zwischen Trümmern im Ozean

So als hätt' ich den Kurs nie gekannt

"Nur Mut und Vertrauen macht stark"

Doch die Wahrheit ist:

Irgendwas kommt immer, dass mir die ganze Kraft entzieht

Bis jede Handlungsfähigkeit unter der Last stagniert

Ich schwimm' gegen Wellen, die mich in ihren Strom runterziehen

Und am Ende verlier' ich die Sicht auf mein Ziel

Part II

Wo bleibt bitte das Ufer? Ich seh' nur den Horizont, der vor mir flieht

Ich werf' Netze ins Wasser, doch sie bringen nichts ein

Alles leer oder zu weit entfernt

Und ich frag' mich: Wozu?

Wenn doch morgen der Sturm wieder alles zerschlägt

Wozu Kräfte verschwenden, wenn sie ständig verrinnen?

Ein Schritt nach vorn, und der Rückweg verdoppelt den Weg

Manchmal glaub' ich, das Glück ist verschlossen

Hinter Türen, die keinen Eingang mehr haben

Ohne Schlüssel, ohne Zeichen, kein Pfad, der mich führt

Und je mehr ich mich mühe, desto kleiner der Funke

Kraft geben? Nein, sie versiegt ohne Halt

Und zurück bleibt nur Müdigkeit, Nacht für Nacht

Ich red' mir zwar ein, dass es morgen schon anders wird

Doch die Wahrheit ist: Verzweiflung wiegt schwerer als Hoffnung

Und wenn Menschen mir sagen: "Du musst nur vertrau'n

An dich selbst, an die Sicht, die dich weiter nach vorn bringt"

Dann frag' ich sie leise: Wie lange hält's du das wirklich noch aus?

Was wenn der Weg vor dir wegbricht

Wenn der Horizont trübt und die Farben verschwinden

Und das Grau sich wie Regen in deinen Gedanken verfängt

Dann bleibt nur ein Ozean, endlos und fremd

Und es bleibt ein Schiffsbrüchiger, der sich fragt, ob er irgendwann auch mal wieder Land erkennt

Hook

"Bring Leistung, dann wirst du am Ende belohnt"

Doch warum fühl' ich mich leer? Irgendwie bin ich davon nicht überzeugt.

Mir klingt das zu verträumt

Denn jedes Mal, wenn ich Schiffe bau', gehen sie unter, kaum dass sie losfahr'n

Und ich bleib' zurück zwischen Trümmern im Ozean

So als hätt' ich den Kurs nie gekannt

"Nur Mut und Vertrauen macht stark"

Doch die Wahrheit ist:

Irgendwas kommt immer, dass mir die ganze Kraft entzieht

Bis jede Handlungsfähigkeit unter der Last stagniert

Ich schwimm' gegen Wellen, die mich in ihren Strom runterziehen

Und am Ende verlier' ich die Sicht auf mein Ziel

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