Ein Korridor voller Türen, von denen keine ans Ziel führt. Über Stillstand, verlorenes Vertrauen und die Frage, ob Stolpern schon ein Vorwärts ist.
Ich steh' in einem Korridor, Türen links und rechts
Jede sagt mir: "Hier entlang", doch keine führt zum Ziel
Die Zeiger meiner Uhr drehen Kreise ohne Halt
Zeit rinnt wie Tropfen, ohne dass sie mir etwas erzählt
Ich hab's begriffen: Das Rätsel liegt nicht draußen
Es liegt in der Frage, ob Stillstand auch Bewegung ist
Und wenn ich stolpere, ist das schon ein Vorwärts?
Oder nur ein Kreis, der mich enger bindet?
Mein Vertrauen verliert sich im Lärm der Versprechen
Und egal, was ich bau', es zerfällt noch bevor ich es halt'
Zwischen Bruchstücken steh' ich, such' den roten Faden
Doch das Labyrinth schweigt, als wär' ich nie hier gewesen
Ich setze Zeichen an die Wand, damit ich weiß, wo ich war
Die Stimmen draußen klingen voll Zuversicht
Die im Sand zerläuft, sobald ich sie fassen will?
Dann steh' ich allein im Korridor der Stunden
Und jede tickt lauter, bis sie mich übertönt